Du kennst das bestimmt: Du willst nur mal eben schnell deine WordPress-Seite aufrufen, vielleicht ein neues Bild hochladen oder einen Blogartikel veröffentlichen – und plötzlich starrst du auf eine weiße Seite mit der Fehlermeldung „ERR_TOO_MANY_REDIRECTS“. Herzlichen Glückwunsch, du bist im Redirect-Labyrinth gelandet! Keine Panik, ich nehme dich heute an die Hand und zeige dir, wie du diese nervige Weiterleitungsschleife nicht nur erkennst, sondern auch elegant beendest. Und das alles mit einer Prise Humor, einer ordentlichen Portion Fachwissen und – versprochen – ohne dass du am Ende deinen Computer aus dem Fenster werfen willst.

Bevor wir uns in die Untiefen der SSL- und WWW-Schleifen stürzen, lass uns kurz klären, was eigentlich hinter diesem Fehler steckt und warum er so häufig bei WordPress-Seiten auftritt. Laut Kinsta gehört der „ERR_TOO_MANY_REDIRECTS“-Fehler zu den häufigsten Stolpersteinen im WordPress-Universum. Besonders nach SSL-Umstellungen, Domainwechseln oder Plugin-Installationen kann es passieren, dass sich deine Seite in einer Endlosschleife verfängt. Das ist nicht nur nervig, sondern kann auch Besucher und Suchmaschinen abschrecken – und das will wirklich niemand.
Aber keine Sorge: Mit ein bisschen Know-how, detektivischem Spürsinn und den richtigen Tools bekommst du das Problem in den Griff. Lass uns gemeinsam herausfinden, wie du Redirect-Schleifen erkennst, analysierst und endgültig stoppst!
Was ist eine Redirect-Schleife?
Eine Redirect-Schleife entsteht, wenn eine URL immer wieder auf sich selbst oder auf eine andere URL weiterleitet, die wiederum zurück auf die ursprüngliche URL verweist. Das kann so aussehen:
- Beispiel 1:
deine-seite.deleitet aufwww.deine-seite.deweiter, diese wiederum zurück aufdeine-seite.de– und das Spiel beginnt von vorn. - Beispiel 2:
https://deine-seite.deleitet aufhttp://deine-seite.deweiter, die dann wieder aufhttps://deine-seite.deverweist.
Der Browser merkt irgendwann, dass er in einer Endlosschleife gefangen ist, und zeigt die Fehlermeldung „ERR_TOO_MANY_REDIRECTS“ an. Das ist quasi sein SOS-Ruf: „Hier stimmt was nicht, bitte hilf mir!“
Warum passiert das so oft bei WordPress?
WordPress ist ein flexibles System, das mit vielen Plugins, Themes und externen Diensten arbeitet. Genau diese Flexibilität ist aber auch die größte Fehlerquelle. Laut WPBeginner sind die häufigsten Ursachen für Redirect-Schleifen:
- Falsche Einstellungen der WordPress-URL und Website-URL in den Einstellungen oder in der
wp-config.php. - SSL-Umstellungen ohne korrekte Anpassung der Weiterleitungen.
- Konflikte zwischen Plugins (z.B. SEO-Plugins, Caching-Plugins oder Security-Plugins).
- Fehlerhafte .htaccess-Regeln oder Serverkonfigurationen.
- Unklare Weiterleitungsregeln bei der Umstellung von www auf non-www (oder umgekehrt).
Wie erkennst du eine Redirect-Schleife?
- Browser-Fehlermeldung: Die offensichtlichste Methode. Chrome, Firefox & Co. zeigen meist „ERR_TOO_MANY_REDIRECTS“ oder „Die Seite hat eine Weiterleitungsschleife erzeugt“ an.
- Redirect-Checker-Tools: Mit Tools wie httpstatus.io oder redirect-checker.org kannst du die Weiterleitungskette deiner Seite analysieren. Einfach URL eingeben und schauen, wohin die Reise geht.
- Browser-Entwicklertools: Öffne die Entwicklertools (F12), gehe auf den Reiter „Netzwerk“ und lade die Seite neu. Du siehst alle Weiterleitungen und kannst die Schleife nachvollziehen.
Die häufigsten Ursachen im Detail – und wie du sie behebst
-
1. Falsche WordPress-URL und Website-URL
WordPress unterscheidet zwischen der WordPress-Adresse (URL) und der Website-Adresse (URL). Diese findest du unter Einstellungen > Allgemein. Stimmen diese beiden URLs nicht überein (z.B. einmal mit www, einmal ohne), kann es zu einer Schleife kommen.
So behebst du das:
- Logge dich ins WordPress-Backend ein (sofern möglich).
- Gehe zu Einstellungen > Allgemein und prüfe die beiden Felder.
- Beide URLs sollten identisch sein (entweder beide mit www oder beide ohne, beide mit https oder beide mit http).
- Falls du nicht ins Backend kommst, kannst du die Werte auch in der
wp-config.phpfestlegen:define('WP_HOME','https://deine-seite.de'); define('WP_SITEURL','https://deine-seite.de');
-
2. SSL/HTTPS-Umstellung
Du hast gerade ein SSL-Zertifikat installiert und willst jetzt alles auf https umleiten? Super Idee – aber wenn die Weiterleitungen nicht sauber gesetzt sind, kann es zu einer Endlosschleife kommen.
Typische Fehlerquellen:
- Mehrfache oder widersprüchliche Weiterleitungen in der
.htaccessund/oder im Plugin. - SSL-Plugins wie „Really Simple SSL“ und gleichzeitige manuelle Weiterleitungen.
- Serverseitige Weiterleitungen (z.B. bei manchen Hostern) UND WordPress-Weiterleitungen.
So behebst du das:
- Prüfe die
.htaccessauf doppelte oder widersprüchliche Weiterleitungen. Ein typischer Redirect sieht so aus:RewriteEngine On RewriteCond %{HTTPS} off RewriteRule ^(.*)$ https://%{HTTP_HOST}%{REQUEST_URI} [L,R=301] - Deaktiviere testweise SSL-Plugins und prüfe, ob die Schleife verschwindet.
- Kontaktiere ggf. deinen Hoster, ob serverseitige Weiterleitungen aktiv sind.
- Mehrfache oder widersprüchliche Weiterleitungen in der
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3. WWW vs. non-WWW
Du willst, dass deine Seite immer mit www (oder ohne) erreichbar ist? Auch hier können sich Weiterleitungen in die Quere kommen.
So behebst du das:
- Lege dich auf eine Variante fest (www oder non-www) und passe alle Weiterleitungen entsprechend an.
- Typische
.htaccess-Regel für www->non-www:RewriteEngine On RewriteCond %{HTTP_HOST} ^www.(.+)$ [NC] RewriteRule ^ https://%1%{REQUEST_URI} [L,R=301] - Und umgekehrt für non-www->www:
RewriteEngine On RewriteCond %{HTTP_HOST} !^www. [NC] RewriteRule ^ https://www.%{HTTP_HOST}%{REQUEST_URI} [L,R=301] - Stelle sicher, dass die WordPress-URLs (siehe oben) zur gewählten Variante passen.
-
4. Plugin-Konflikte
Plugins sind toll – bis sie sich gegenseitig ins Gehege kommen. Besonders SEO-, Caching- und Security-Plugins können eigene Weiterleitungen setzen.
So gehst du vor:
- Deaktiviere alle Plugins und prüfe, ob der Fehler verschwindet.
- Aktiviere die Plugins einzeln wieder, um den Übeltäter zu finden.
- Prüfe die Einstellungen der Plugins auf Weiterleitungsregeln.
-
5. Fehlerhafte .htaccess oder Serverkonfiguration
Die
.htaccessist die Schaltzentrale für Weiterleitungen auf Apache-Servern. Ein kleiner Fehler – und schon ist die Schleife da.So behebst du das:
- Erstelle ein Backup der aktuellen
.htaccess. - Setze die Datei auf den WordPress-Standard zurück:
# BEGIN WordPress <IfModule mod_rewrite.c> RewriteEngine On RewriteBase / RewriteRule ^index.php$ - [L] RewriteCond %{REQUEST_FILENAME} !-f RewriteCond %{REQUEST_FILENAME} !-d RewriteRule . /index.php [L] </IfModule> # END WordPress - Füge Weiterleitungen Schritt für Schritt wieder hinzu und teste nach jeder Änderung.
- Erstelle ein Backup der aktuellen
Checkliste: So findest du die Redirect-Schleife
- Leere den Browser-Cache und die Cookies (manchmal reicht das schon!).
- Teste die Seite in einem anderen Browser oder im Inkognito-Modus.
- Nutze Redirect-Checker-Tools, um die Weiterleitungskette zu analysieren.
- Prüfe die
wp-config.phpund.htaccessauf widersprüchliche Einträge. - Deaktiviere Plugins und Themes, um Konflikte auszuschließen.
- Kontaktiere im Zweifel deinen Hoster – manchmal liegt das Problem auf Serverebene.
Typische Redirect-Ketten – und wie du sie entschlüsselst
| Ausgangs-URL | Redirect 1 | Redirect 2 | Fehler |
|---|---|---|---|
| http://deine-seite.de | https://deine-seite.de | http://deine-seite.de | Schleife zwischen http und https |
| deine-seite.de | www.deine-seite.de | deine-seite.de | Schleife zwischen www und non-www |
| https://deine-seite.de | https://deine-seite.de/login | https://deine-seite.de | Login-Redirect-Schleife (häufig bei Membership-Plugins) |
Profi-Tipp: Redirects richtig setzen
- Verwende immer 301-Redirects für dauerhafte Weiterleitungen.
- Setze Weiterleitungen möglichst an einer zentralen Stelle (z.B. nur in der
.htaccessoder nur im Plugin, nicht beides gleichzeitig). - Teste jede Änderung sofort – und notiere dir, was du geändert hast.
- Nutze Tools wie httpstatus.io oder redirect-checker.org für die Analyse.
Was tun, wenn gar nichts mehr geht?
- Setze die
.htaccessauf den WordPress-Standard zurück (siehe oben). - Lege die WordPress-URLs in der
wp-config.phpfest. - Deaktiviere alle Plugins, indem du den Plugin-Ordner per FTP umbenennst.
- Kontaktiere deinen Hoster – manchmal liegt das Problem an der Serverkonfiguration.
Fazit: Redirect-Schleifen sind nervig – aber lösbar!
Der „ERR_TOO_MANY_REDIRECTS“-Fehler ist einer der häufigsten WordPress-Fehler, aber mit etwas Geduld und Systematik bekommst du ihn in den Griff. Wichtig ist, dass du die Ursache Schritt für Schritt eingrenzt und nicht wild an allen Stellschrauben drehst. Und wenn du mal nicht weiterkommst – keine Scham, das passiert selbst den Profis!
Und wenn du gar keine Lust auf Redirect-Detektivarbeit hast?
Genau dafür gibt’s uns: Nakaryu! Wir sind nicht nur WordPress-Profis, sondern auch echte Problemlöser mit Herz, Humor und einer Leidenschaft für digitale Ästhetik. Ob SSL-Umstellung, Redirect-Optimierung oder kompletter Website-Relaunch – wir bringen deine Seite wieder auf Kurs. Und das Beste: Mit unserer Webdesign-Flatrate bekommst du nicht nur eine professionelle Website, sondern auch laufende Betreuung, Updates und Support – zum monatlichen Fixpreis. Klingt gut? Dann schau mal vorbei und lass uns gemeinsam das Redirect-Labyrinth verlassen!
Quellen:
- Kinsta: ERR_TOO_MANY_REDIRECTS – Ursachen und Lösungen
- WPBeginner: How to Fix Error Too Many Redirects Issue in WordPress
- httpstatus.io – HTTP Status & Redirect Checker
- redirect-checker.org – Redirect Checker Tool
Fragen zum Thema
Was bedeutet der Fehler ERR_TOO_MANY_REDIRECTS bei WordPress?
Der Fehler ERR_TOO_MANY_REDIRECTS bedeutet, dass dein Browser in eine Weiterleitungsschleife geraten ist. Das heißt, eine URL leitet immer wieder auf sich selbst oder auf eine andere URL zurück, sodass der Browser irgendwann aufgibt. Besonders bei WordPress tritt das häufig nach SSL-Umstellungen, Domainwechseln oder durch fehlerhafte Plugin-Konfigurationen auf.
Was sind die häufigsten Ursachen für Redirect-Schleifen in WordPress?
Die häufigsten Ursachen sind: Falsche Einstellungen der WordPress-URL und Website-URL, SSL/HTTPS-Umstellungen ohne korrekte Weiterleitungen, Konflikte zwischen Plugins (z.B. SEO-, Caching- oder Security-Plugins), fehlerhafte .htaccess-Regeln und unklare Weiterleitungsregeln bei www/non-www-Umstellungen.
Wie kann ich eine Redirect-Schleife erkennen und analysieren?
Du erkennst eine Redirect-Schleife meist an der Browser-Fehlermeldung „ERR_TOO_MANY_REDIRECTS“. Zur Analyse kannst du Redirect-Checker-Tools wie httpstatus.io oder redirect-checker.org nutzen. Auch die Entwicklertools deines Browsers (F12 > Netzwerk) zeigen dir die Weiterleitungskette an.
Wie behebe ich eine Redirect-Schleife in WordPress Schritt für Schritt?
- Prüfe und vereinheitliche die WordPress-URL und Website-URL in den Einstellungen oder in der
wp-config.php. - Kontrolliere die .htaccess auf widersprüchliche oder doppelte Weiterleitungen.
- Deaktiviere testweise Plugins (vor allem SEO, Caching, Security) und aktiviere sie einzeln wieder.
- Lege dich auf eine Variante (www oder non-www, https oder http) fest und passe alle Weiterleitungen an.
- Setze die .htaccess ggf. auf den WordPress-Standard zurück und prüfe die Serverkonfiguration.
Was kann ich tun, wenn ich die Redirect-Schleife nicht selbst lösen kann?
Wenn du nicht weiterkommst, kannst du die .htaccess auf den Standard zurücksetzen, die WordPress-URLs in der wp-config.php festlegen und alle Plugins per FTP deaktivieren. Hilft das nicht, kontaktiere deinen Hoster oder wende dich an eine WordPress-Agentur wie Nakaryu, die dich professionell unterstützt – zum Beispiel mit einer Webdesign-Flatrate und persönlichem Support.
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Max Wellner
Max Wellner ist Gründer/ CEO von Nakaryu & Nekodanshi sowie Content Creator und Cosplayer aus Nürnberg. Er verbindet seit 2017 Webdesign, Marketing, Technologie und kreative Popkultur-Einflüsse zu digitalen Markenauftritten mit Wiedererkennungswert. Mit seiner Mischung aus technischer Expertise, kreativem Denken und eigener Erfahrung als Creator entwickelt er moderne Konzepte für Unternehmen, Marken und digitale Projekte, unterstützt durch eigens entwickelte KI Systeme und Workflows.
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