Du sitzt gemütlich am Rechner, willst ein neues WordPress-Plugin installieren oder ein Update einspielen – und plötzlich knallt dir eine kryptische Fehlermeldung um die Ohren: „Guzzle cURL error: SSL certificate problem: unable to get local issuer certificate“. Herzlichen Glückwunsch, du bist offiziell im Club der WordPress-Admins, die sich mit CA-Bundles, TLS und cURL herumschlagen dürfen! Aber keine Sorge: In diesem Artikel nehmen wir dich an die Hand, erklären dir, was hinter dem Fehler steckt, warum er immer häufiger auftritt, und wie du ihn – Schritt für Schritt – endgültig loswirst. Und das alles mit einer Prise Humor, einer ordentlichen Portion Fachwissen und ganz viel Herzblut aus dem Hause Nakaryu.

Bevor wir in die Tiefen der Serverkonfiguration abtauchen, lass uns kurz klären, was hier eigentlich passiert. Denn: Guzzle ist nicht etwa ein neues Energy-Getränk, sondern eine beliebte PHP-Bibliothek, die von vielen WordPress-Plugins (z.B. WooCommerce, RankMath, WPML, MailPoet, u.v.m.) genutzt wird, um HTTP-Anfragen zu stellen. Und cURL ist das Schweizer Taschenmesser für Webanfragen auf deinem Server. Wenn die beiden sich nicht verstehen, kracht’s – und das meist wegen Problemen mit SSL-Zertifikaten und der CA-Bundle-Konfiguration.
Laut W3Techs läuft mittlerweile über 43% aller Websites weltweit auf WordPress. Die Zahl der Plugins liegt bei über 60.000 (WordPress Plugin Directory). Kein Wunder also, dass immer mehr Admins mit SSL- und cURL-Problemen konfrontiert werden – vor allem, seit die Anforderungen an sichere Verbindungen (TLS 1.2+, aktuelle Zertifikate, vollständige CA-Bundles) durch DSGVO, Google & Co. massiv gestiegen sind.
Doch was genau bedeutet der Fehler, und wie kannst du ihn beheben? Lass uns gemeinsam in die Materie eintauchen!
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Was ist der „Guzzle cURL error“?
Der Fehler tritt auf, wenn ein Plugin (z.B. für Updates, API-Calls oder externe Dienste) eine HTTPS-Verbindung aufbauen will, aber die SSL-Zertifikatskette nicht korrekt validieren kann. Meist lautet die Meldung:
cURL error 60: SSL certificate problem: unable to get local issuer certificate
Das bedeutet: Dein Server kann das Zertifikat der Gegenstelle nicht bis zur vertrauenswürdigen Zertifizierungsstelle (CA) zurückverfolgen, weil das sogenannte CA-Bundle fehlt, veraltet oder falsch eingebunden ist. -
Warum passiert das immer häufiger?
Die Anforderungen an sichere Verbindungen steigen stetig. Viele APIs und Dienste akzeptieren nur noch TLS 1.2 oder höher, und die Browser (sowie Google) bestrafen unsichere Seiten gnadenlos. Hinzu kommt: Viele Hoster aktualisieren ihre Server nicht regelmäßig, oder die PHP/cURL-Konfiguration ist nicht optimal. Das führt dazu, dass Plugins plötzlich keine Verbindung mehr zu externen Diensten aufbauen können – und der „Guzzle cURL error“ ist die Folge.
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Welche Plugins sind betroffen?
Besonders häufig betroffen sind Plugins, die mit externen APIs kommunizieren, z.B.:
- WooCommerce (Zahlungsanbieter, Versanddienste, Lizenzprüfungen)
- SEO-Plugins wie RankMath oder Yoast (z.B. für Indexing-APIs)
- Newsletter-Plugins (MailPoet, Mailchimp, Sendinblue)
- Backup- und Security-Plugins (UpdraftPlus, Wordfence)
- Multilingual-Plugins (WPML, Polylang)
Aber auch Themes und Custom-Integrationen können betroffen sein.
Die gute Nachricht: Mit ein paar gezielten Handgriffen kannst du das Problem meist dauerhaft lösen. Und zwar so:
1. Ursachenanalyse: Wo liegt das Problem?
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Fehlendes oder veraltetes CA-Bundle
Das CA-Bundle ist eine Datei, die alle vertrauenswürdigen Zertifizierungsstellen enthält. cURL nutzt diese Datei, um zu prüfen, ob das SSL-Zertifikat der Gegenstelle echt ist. Ist das Bundle veraltet oder fehlt, schlägt die Prüfung fehl.
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Falsche PHP/cURL-Konfiguration
In der
php.inimuss der Pfad zum CA-Bundle korrekt gesetzt sein. Fehlt dieser Eintrag oder zeigt er ins Leere, kann cURL keine Zertifikate prüfen. -
Veraltete cURL- oder OpenSSL-Version
Ältere Versionen unterstützen neue Verschlüsselungsstandards (TLS 1.2/1.3) nicht oder haben Bugs bei der Zertifikatsprüfung.
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Serverseitige Firewall/Proxy-Probleme
Manchmal blockiert eine Firewall oder ein Proxy die Verbindung zu bestimmten Ports oder IPs. Das ist seltener, aber nicht unmöglich.
2. Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Behebung
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CA-Bundle aktualisieren
Lade das aktuelle CA-Bundle von der offiziellen cURL-Website herunter:
https://curl.se/docs/caextract.html
Speichere die Datei (meistcacert.pem) an einem sicheren Ort auf deinem Server, z.B./etc/ssl/certs/cacert.pem. -
php.ini anpassen
Öffne die
php.ini(meist unter/etc/php/7.x/cli/php.inioder/etc/php/7.x/apache2/php.ini) und suche nach:
curl.cainfoundopenssl.cafile
Setze beide auf den Pfad zu deinercacert.pem:
curl.cainfo = "/etc/ssl/certs/cacert.pem"
openssl.cafile = "/etc/ssl/certs/cacert.pem"
Speichere die Datei und starte den Webserver neu (sudo systemctl restart apache2odersudo systemctl restart php-fpm). -
cURL und OpenSSL updaten
Stelle sicher, dass du aktuelle Versionen verwendest. Prüfe die Versionen mit:
curl --versionundphp -i | grep "OpenSSL"
Aktualisiere ggf. mitsudo apt update && sudo apt upgrade curl openssl(Debian/Ubuntu) oderyum update curl openssl(CentOS). -
WordPress-Plugin-Workarounds (nur im Notfall!)
Manche Plugins erlauben es, die Zertifikatsprüfung temporär zu deaktivieren (z.B. mit
'verify' => falsein Guzzle-Requests). Das ist aber unsicher und sollte nur zum Testen genutzt werden! -
Server-Cache und PHP-Cache leeren
Nach Änderungen an der
php.inioder am CA-Bundle solltest du alle Caches leeren und ggf. den Server neu starten.
3. Typische Stolperfallen und Troubleshooting
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Shared Hosting: Kein Zugriff auf php.ini?
Viele Hoster erlauben keine Anpassung der
php.ini. Hier kannst du versuchen, einephp.inioder.user.iniim Webroot anzulegen. Alternativ hilft oft der Support des Hosters weiter. -
Mehrere PHP-Versionen installiert?
Achte darauf, dass du die
php.inider aktiven PHP-Version anpasst (z.B.php7.4vs.php8.1). -
Windows-Server: Pfadangaben beachten!
Unter Windows müssen Pfade mit doppeltem Backslash angegeben werden, z.B.
C:\xampp\php\extras\ssl\cacert.pem. -
Let’s Encrypt-Zertifikate und Zwischenzertifikate
Seit 2021 gab es Änderungen bei Let’s Encrypt (Quelle), die zu Problemen mit alten CA-Bundles führen können. Immer das neueste Bundle verwenden!
4. Beispiel: So sieht eine korrekte Konfiguration aus
| Parameter | Empfohlener Wert | Beschreibung |
|---|---|---|
| curl.cainfo | /etc/ssl/certs/cacert.pem | Pfad zur CA-Bundle-Datei für cURL |
| openssl.cafile | /etc/ssl/certs/cacert.pem | Pfad zur CA-Bundle-Datei für OpenSSL |
| cURL-Version | >= 7.70.0 | Unterstützt aktuelle TLS-Standards |
| OpenSSL-Version | >= 1.1.1 | Unterstützt TLS 1.3 |
5. Sicherheit geht vor: Warum du die Zertifikatsprüfung nie dauerhaft deaktivieren solltest
Es mag verlockend sein, die Zertifikatsprüfung einfach abzuschalten – aber das öffnet Tür und Tor für Man-in-the-Middle-Angriffe und gefährdet die Sicherheit deiner Website und deiner Nutzer. Immer das CA-Bundle korrekt einbinden und aktuell halten!
6. Fazit: Mit ein bisschen Know-how zum SSL-Glück
Der „Guzzle cURL error“ ist nervig, aber kein Hexenwerk. Mit aktuellem CA-Bundle, sauberer PHP-Konfiguration und regelmäßigen Updates bist du auf der sicheren Seite. Und falls du mal nicht weiterkommst – oder einfach keine Lust auf Serverbastelei hast – gibt’s ja uns von Nakaryu!
Wie Nakaryu dir helfen kann
Wir bei Nakaryu sind nicht nur Webdesign-Nerds, sondern echte Technik-Freaks mit Herz und Humor. Ob WordPress-Fehlerbehebung, Plugin-Optimierung oder Server-Security – wir bringen deine Website wieder auf Kurs. Und falls du eine neue, sichere und blitzschnelle Website willst, schau dir unsere Webdesign-Flatrate an. Individuell, flexibel, monatlich kündbar – und immer mit persönlichem Ansprechpartner. Aus Nürnberg, für ganz Deutschland und darüber hinaus!
Quellen
- W3Techs: WordPress Usage Statistics
- WordPress Plugin Directory
- cURL: CA Certificates Extract
- Let’s Encrypt: DST Root CA X3 Expiration
- PHP Manual: curl_setopt
- SSL Labs: SSL Server Test
Fragen zum Thema
Was bedeutet der „Guzzle cURL error: SSL certificate problem: unable to get local issuer certificate“ in WordPress?
Dieser Fehler tritt auf, wenn ein WordPress-Plugin eine HTTPS-Verbindung aufbauen möchte, aber die SSL-Zertifikatskette nicht korrekt validiert werden kann. Meist fehlt das CA-Bundle auf dem Server, ist veraltet oder falsch eingebunden. Dadurch kann cURL das Zertifikat der Gegenstelle nicht bis zur vertrauenswürdigen Zertifizierungsstelle zurückverfolgen.
Warum kommt es immer häufiger zu cURL/SSL-Problemen bei WordPress-Plugins?
Die Anforderungen an sichere Verbindungen steigen stetig: Viele APIs und Dienste akzeptieren nur noch TLS 1.2 oder höher, und Browser sowie Google bestrafen unsichere Seiten. Wenn Server oder PHP/cURL-Konfigurationen nicht aktuell sind, können Plugins keine Verbindung mehr zu externen Diensten aufbauen – der Guzzle cURL error ist die Folge.
Welche Plugins sind besonders häufig betroffen?
Betroffen sind vor allem Plugins, die mit externen APIs kommunizieren, z.B. WooCommerce (Zahlungsanbieter, Versanddienste), SEO-Plugins wie RankMath oder Yoast, Newsletter-Plugins (MailPoet, Mailchimp), Backup- und Security-Plugins (UpdraftPlus, Wordfence) sowie Multilingual-Plugins (WPML, Polylang). Auch Themes und individuelle Integrationen können betroffen sein.
Wie kann ich den Guzzle cURL error in WordPress beheben?
Die wichtigsten Schritte sind:
1. CA-Bundle aktualisieren (z.B. cacert.pem herunterladen und korrekt ablegen).
2. php.ini anpassen: Die Pfade für curl.cainfo und openssl.cafile auf das aktuelle CA-Bundle setzen.
3. cURL und OpenSSL auf den neuesten Stand bringen.
4. Server- und PHP-Cache leeren und ggf. den Webserver neu starten.
Tipp: Die Zertifikatsprüfung sollte niemals dauerhaft deaktiviert werden, da dies ein erhebliches Sicherheitsrisiko darstellt.
Was kann ich tun, wenn ich keinen Zugriff auf die php.ini habe oder auf Shared Hosting bin?
Viele Hoster erlauben keine direkte Anpassung der php.ini. In diesem Fall kannst du versuchen, eine eigene php.ini oder .user.ini im Webroot anzulegen und dort die Pfade zum CA-Bundle zu setzen. Alternativ hilft oft der Support des Hosters weiter. Bei Problemen mit Let’s Encrypt-Zertifikaten immer das neueste CA-Bundle verwenden.
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Harukyu
Max Wellner ist Gründer/ CEO von Nakaryu & Nekodanshi sowie Content Creator und Cosplayer aus Nürnberg. Er verbindet seit 2017 Webdesign, Marketing, Technologie und kreative Popkultur-Einflüsse zu digitalen Markenauftritten mit Wiedererkennungswert. Mit seiner Mischung aus technischer Expertise, kreativem Denken und eigener Erfahrung als Creator entwickelt er moderne Konzepte für Unternehmen, Marken und digitale Projekte, unterstützt durch eigens entwickelte KI Systeme und Workflows.
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